Auf zur Jagd

Also, diese Massnahmenkritiker, das sind schon etwas abstruse Menschen. Oder nicht?

Und ich meine, man liest ja immer öfter Berichte über das Fehlverhalten dieser Menschen. Die husten Verkaufspersonal an, spucken Polizisten an den Kopf und ihre Gedanken sind hochgiftiges «Amalgam». Man weiss ja, die sind auch alle irgendwie rechts, irgendwie verschwörungsmythisch. Und irgendwie auch antisemitisch, weisch wieni mein?

Satire
von Michael Bubendorf

Ich finde, man sollte etwas gegen diese Regierungskritiker tun. Wie lange wollen wir da eigentlich noch zuschauen? Manchmal denke ich, man sollte die alle einsperren. Aber ich bin mir nicht sicher, ob das auch reicht. Kann man nicht mehr tun, als nur einsperren? Sollte man die Schraube nicht noch etwas mehr anziehen? Sollte man nicht, und das ist jetzt nur so ein Gedanke, Jagd machen auf solche Menschen? Eine Menschenjagd?

Und jetzt habe ich bei 20 Minuten gelesen, dass Massnahmenkritiker in Australien – also am anderen Ende der Welt – möglicherweise ein Pferd geschlagen haben. Ich bin zwar nicht ganz sicher, ob es für die Welt so wahnsinnig wichtig ist, ob in Australien (vielleicht) ein Pferd geschlagen wurde. Aber es hilft mir zu verstehen, dass Massnahmenkritiker irgendwie einfach unangenehme Menschen sind. Minderwertig, irgendwie. Wer schlägt schon Pferde? Sind die verrückt? Und darum ist das auch wichtig und deshalb wurde ja auch auf der ganzen Welt über das (unverletzte) Pferd geschrieben, welches (vielleicht) geschlagen wurde. Nicht nur bei Sky News, sondern auch bei der Daily Mail und dem Express in Grossbritannien, bei CNN in den USA erfuhren die Menschen vom weltbewegenden Zwischenfall des bedauernswerten «wunderschönen Polizeipferds». Die Zeitung Metro berichtete, dass nun nach dem Täter gefahndet werde, es laufe nun ein; «Manhunt». Eine Menschenjagd!

Ich gehe jetzt ins Boxtraining. Zum Glück habe ich dieses Ventil.
Sonst würde ich womöglich auch noch Pferde schlagen.

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